Es war einmal… – Geschichten erzählen 4.0

„Geschichten erzählen“ ist heute so aktuell wie schon vor mehr als 2.000 Jahren.

Storytelling (engl. für Geschichten erzählen) ist heute eine Methode der Kommunikation, um ausgewählte Inhalte an Kunden/Interessenten zu transportieren. Dabei werden Angebote, Leistungen, Gedanken, Wünsche und Ziele nicht einfach ausgesprochen, sondern in eine Geschichte „verpackt“.

Aber warum sollen Sie als Apotheke, vielmehr Sie und Ihr Team, nicht einfach sagen, was Sie meinen? Warum der komplizierte Umweg über Bilder und Geschichten? Warum das „Uneigentliche“ sagen anstatt das „Eigentliche“? 
Weil es spannend und unterhaltsam ist. Und weil sich Menschen die Botschaften auf diese Art viel besser merken.

Im digitalen Zeitalter ist Storytelling EINE Methode von vielen, um beispielsweise im Rahmen des Content Marketings, des Vertriebs oder auch des Finanzmanagements, Inhalte zu transportieren. Es gibt jede Menge andere Methoden, umso spannender, dass sich immer mehr Firmen der unterschiedlichsten Branchen des Storytellings bedienen.

Sie als Apotheke vor Ort, die das Storytelling betreibt, sagen also nicht einfach, dass Ihre gesamten Leistungen mehr Vorteile für den Kunden bringen als die niedrigen Preise des Versandhandels. Sie erzählen eine Geschichte, zeigen Bilder oder Videos, die diese Aussage, „das Eigentliche“ verpacken. Ihre potenziellen Kunden (Leser, Hörer, Betrachter) müssen das „Eigentliche“ wieder auspacken, damit es wirkt.

Es wird also im Storytelling nicht von sachlichen Daten und Fakten gesprochen, sondern beispielsweise in Vergleichen, geschmückt mit sprachlichen Mitteln (Ironie, Metapher etc.). Der Leser/ Hörer/ Betrachter muss die Verpackung „aufdröseln“ und zwischen Gesagtem und Gemeintem die richtige Analogie herstellen.

Storytelling ist keineswegs neu, seit Jahrtausenden erzählen Menschen Geschichten, um bestimmte Reaktionen oder Erkenntnisse zu erzielen. Im Geschäftsleben, in der Kindererziehung, der Religion, der Kunst und Kultur, der Ethik und so weiter.

Einer der bedeutendsten Väter der Theorie des Geschichtenerzählens ist Aristoteles. Die oben benannten rhetorischen Mittel entspringen seiner Rhetorik. Sie alle haben gemeinsam, dass man nicht das sagt, was man meint, sondern etwas anderes. Und genau dadurch schaffen sie Aufmerksamkeit und Spannung.

Damit Storytelling funktioniert, damit die Geschichten verstanden werden, muss es unbedingt einen Zusammenhang oder etwas Gemeinsames zwischen dem Gesagtem und dem Gemeinten geben. Sonst kann der Adressat sie nicht sinnvoll „auspacken“ und das „Gemeinte“ nicht erkennen.

So gehen Sie an die Vorbereitung Ihrer Story heran.

Der erste, wichtigste Schritt ist die Beantwortung der folgenden Frage:
Was gibt es über Sie oder Ihre Apotheke zu erzählen?
Daraus machen Sie Ihre apothekeneigenen Storys!

Dann wird eine Struktur geschaffen:

  1. Zweck:
    Was wollen Sie/ der Geschichtenerzähler mit der Geschichte beim Kunden bezwecken?
  2. Helden = Protagonist:
    Wer ist die Hauptfigur in der Geschichte? Ist es eine Person, eine Organisation oder ein personifiziertes Produkt?
    Ihre Kunden identifizieren sich mit dem Helden und sehen sich selbst in ihm.
  3. Spannung:
    Durch Herausforderungen, Konflikte, Widerstände, neue bisher nicht gelöste Aufgaben entsteht eine Spannung, die Emotion hervorruft (Angst, Wut, Freude, Begierde). Ohne dieses Element wirkt die Story nicht.
  4. Phasen = Dramaturgie:
    Was folgt wann?
    Die Geschichte entfaltet sich in drei Phasen: Hintergrund – Aktion – Ergebnis
  5. Auflösung:
    Am Ende einer Geschichte ist es ratsam, eine Auflösung zu geben. Wie ist die Geschichte ausgegangen? Ihre Kunden benötigen sie, um wieder inneren Frieden zu finden. Enthalten Sie die Auflösung dem Publikum vor, so müssen Sie sich nicht wundern, wenn es Fragen gibt.


Dann geht es los, an den Aufbau der Story:

Phase 1 – Hintergrund:
Hier wird der Held/ die Heldin der Geschichte und die Ausgangslage/ Bestandssituation oder Hintergrund beschrieben. Dieser Teil der Story beantwortet die Frage: Was war am Anfang?

Phase 2 – Aktionen:
Durch einen neuen Umstand entsteht eine Zwangslage, ein Konflikt oder eine

Herausforderung für den Helden/ die Heldin. Er muss sich dem stellen und erlebt in seinen Aktivitäten ein auf und ab.

Phase 3 – Ergebnis:
Am Ende schafft es der Held (oder manchmal auch nicht). Die Spannung wird aufgelöst. Die Phase 3 ist der Ort für ein logisches Argument oder eine Aufforderung zum Handeln.

Übrigens hat schon Aristoteles in der dialektischen Rhetorik auf die drei Phasen hingewiesen (Phase 1 – Ethos- der Charakter des Helden, Phase 2 – Pathos, die emotionale Reise und Phase 3 – Logos, das Argument)

Und hier ein einfaches Beispiel (das Sie je nach Medium mit einem Foto untermalen):

Susi Sorglos, 31 Jahre alt, ist junge Mutter mit Vorliebe für Naturarznei und digitale Einkäufe. Homöopathische, frei verkäufliche Arzneien für Ihre 2jährige Tochter Sarah und sonstige Arzneien für sich und ihren Mann, bestellt sie stets online bei einer Versandapotheke.

Am späten Abend des 12. Februar bekommt ihre Tochter Fieber und es steigt fortwährend, trotz Wadenwickeln und Belladonna Globuli. Über die Internetseiten ihres bevorzugten Versandhandels bekommt sie so kurzfristig keine fiebersenkenden Mittel geschickt. Und der Live-Chat ist um diese Uhrzeit auch nicht mehr besetzt. Ratlos und besorgt überlegt sie, mit Sarah ins Krankenhaus zu fahren, ruft dann aber ihre Mutter an. Die hört ihr zu und fragt erstaunt: „Sag mal, warum warst du nicht schon längst bei der nächsten Notdienst-Apotheke? Da bekommst du doch auch nachts Beratung und vor allem sofort auch die Arzneien, die du brauchst.“

Susi schaut ins Internet und findet binnen Sekunden unsere Adresse in der Liste der Notdienst-Apotheke in ihrem Stadtteil. Ihr Mann fährt sofort los und ist binnen 30 Minuten mit einem fiebersenkenden Saft für Kleinkinder wieder zu Hause.

Eine Stunde später: Sarah schläft friedlich, das Fieber ist bereits deutlich gesunken und sie macht einen entspannten Eindruck. Mit gutem Gefühl gehen auch Susi und ihr Mann beruhigt schlafen – beseelt von der Gewissheit, dass sie bei uns IMMER Rat und Tat finden.

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